CRUCIBLE-CPM-CRU-WEAR-Datenblatt

CRUCIBLE CPM CRU-WEAR® – Datenblatt

Hinweis: dies ist eine Übersetzung des Originaldatenblattes von Crucible Industries, das hier gefunden werden kann, und dient nur zu Informationszwecken. Crucible Industries, Crucible Logo, CPM, Crucible, 10V, 3V und CRU-WEAR sind allesamt Warenzeichen der Crucible Industries.

CPM CRU-WEAR ist ein lufthärtbarer Werkzeugstahl, wärmebehandelbar bis HRC 60-65. Er wurde als CPM-Upgrade zu konventionellem Cru-Wear und D2 entwickelt und bietet eine bessere Verschleißfestigkeit, eine viel höhere Zähigkeit und erreichbare Härte. Sowohl D2 als auch CPM CRU-WEAR enthalten Karbide für die Verschleißfestigkeit, aber CPM CRU-WEAR hat mehr Vanadiumkarbide als D2. Vanadiumkarbide sind härter als Chromkarbide und bieten eine wesentlich höhere Verschleißfestigkeit. Die höhere erreichbare Härte von CPM CRU-WEAR ergibt sich aus der Tatsache, dass es ausreichend Wolfram und Molybdän enthält, um eine sekundäre Härtungsreaktion (bis zu HRC 65) zu bewirken, die bei D2 nicht auftritt.

CPM CRU-WEAR vergütet in einem höheren Bereich (482 – 566 °C / 900 – 1050 °F) als D2 (204 – 316 °C / 400 – 600 °F), so dass es besser mit einer Vielzahl von Oberflächenbehandlungen kompatibel ist. Da CPM CRU-WEAR als CPM hergestellt wird, ist es widerstandsfähiger gegen Absplitterungen und Brüche als die meisten konventionell hergestellten Werkzeugstähle.

Werkzeugstahl Vergleichstabelle

Relative Werte

Typische Anwendungen

  • Stanz- oder Umformwerkzeuge
  • Stempel und Matrizen
  • Rollen
  • Stanzwerkzeuge
  • Prägewerkzeuge
  • Laminierwerkzeuge
  • Trimmwerkzeuge
  • Feinschneidwerkzeuge
  • Gewinde
  • Walzbacken
  • Industrielle Messer und Schneidemaschinen
  • Schermesser
  • Schrott-Zerkleinerer
  • Verschleißteile
  • Reifenzerkleinerer
  • Kunststoff-Spritzgussförderschnecken und -spitzen

Hinweis: Dies sind einige typische Anwendungen. Ihre spezifische Anwendung sollte nicht ohne unabhängige Untersuchung und Bewertung der Eignung durchgeführt werden.

Zusammensetzung

  • Kohlenstoff: 1,1%
  • Chrom: 7,5%
  • Vanadium: 2,4%
  • Wolfram 1,15%
  • Molybdän: 1,6%

*Die Zugabe von 0,20-0,25% Schwefel in Rundstahl mit größerem Durchmesser (z.B. 3/100 – 1,5 cm und mehr) sorgt für eine gleichmäßige Verteilung kleiner Sulfide in der gesamten Struktur, was zu Vorteilen bei der Zerspanbarkeit und Schleifbarkeit führt, ohne die Zähigkeit zu beeinträchtigen.

Physikalische Eigenschaften

Elastizitätsmodul30 X 10^6 psi207 GPa
Dichte(0,28 lbs./in³)7,8 g/cm^3

Wärmeleitfähigkeit

BTU/hr-ft-°FW/m-°Kcal/cm-s-°C
bei 95°C (200°F)13,623,50,056

Wärmeausdehnungskoeffizient

°F°Cin/in/°Fmm/mm/°C
70-600°F20-325°C6,2 X 10^611,2 X 10^6

Mechanische Eigenschaften

Verschleißfestigkeit

CPM CRU-WEAR bietet eine bessere Verschleißfestigkeit als AISID2 und nähert sich der von AISIM2 an.

Kerbschlagzähigkeit

CPM CRU-WEAR hat eine wesentlich höhere Zähigkeit als die meisten konventionell hergestellten Werkzeugstähle.
HINWEIS: Eine Senkung der Härtetemperatur verringert die Korngröße und erhöht die Zähigkeit.

Wärme­be­hand­lungs- (1) und Aus­te­n­i­ti­sie­rungs­­tem­­pe­­ra­­turHRCKerb­­­schlag­­­zäh­ig­­keit (2)
ft.-lb. – (J)
CPM CruWear1065 ° C / 1950 °F6060 – 80
S7955 °C / 1750 °F57125 – 165
A2955 °C / 1750 °F6040 – 53
D21010 °C / 1850 °F6021 – 28
M21120 ° C / 2050 °F6220 – 27
CPM 10V1065 ° C / 1950 °F5926 – 35
CPM 3v1065 °C / 1950 °F6070 – 95

(1) Wärmebehandlung: Austenitisiert wie angegeben und angelassen auf Härte
(2) Kerbschlagbiegeversuch nach Charpy (C)

Zerspanbarkeit

Die Zerspanbarkeit von CPM CRU-WEAR ist im geglühten Zustand ähnlich wie bei D2, aber die Schleifbarkeit ist etwas besser. Ähnliche Schleifgeräte und -verfahren sind akzeptabel. Aluminiumoxidscheiben oder CBN-Scheiben vom Typ „SG“ haben im Allgemeinen die beste Leistung.

Wärmebehandlung

Ausglühen: Erwärmen auf 840-900°C (1550-1650°F), 2 Stunden halten, langsam abkühlen, 25°C (50°F) pro Stunde auf 650°C (1200°F).
Geglühte Härte: ca. BHN 225/255

Spannungsarmglühen

Ausgeglühte Teile: auf 595-705°C (1100-1300°F), 2 Stunden halten, dann im Ofen oder an ruhender Luft abkühlen.
Gehärtete Teile: Auf 15°C (25°F) unter der ursprünglichen Anlasstemperatur erwärmen, 2 Stunden halten und dann im Ofen oder an ruhender Luft abkühlen.

Härten

Es ist üblich zwei Öfen zu verwenden: ein Ofen zum Vorwärmen und der zweite Ofen zum Austenitisieren. Dadurch wird sichergestellt, dass der Übergang von der Vorwärm- zur Austenitisierungstemperatur relativ schnell erfolgt.

Vorwärmen: Auf 840-870°C (1550-1600°F) erwärmen und ausgleichen.
Austenitisieren: 1010-1120°C (1850-2050°F), Haltezeit auf Temperatur: 20-45 Minuten.
Abschrecken: Abschrecken mit Luft oder Überdruck (mindestens 2 bar) auf unter 50°C (125°F) Salzbadbehandlung, wenn praktikabel um die maximal erreichbare Zähigkeit für eine bestimmte Härtebehandlung zu erreichen.
Temperatur: 480-565°C (900-1050°F). Eine doppelte Temperierung ist obligatorisch, eine dreifache Temperierung wird empfohlen. Zwischen den Temperierungen auf Raumtemperatur abkühlen. Dauer mindestens 2 Stunden pro Temperierungsvorgang oder mindestens 1 Stunde pro Zoll (25mm) Dicke für Abschnitte über 2″(50mm) Dicke.
Größenänderung: ca. +0,15%

Empfohlene Wärmebehandlung: Austenitisieren bei 1065°C (1950°F) und 3 mal bei 540°C (1000°F) anlassen für die beste Kombination von Zähigkeit und Verschleißfestigkeit.

Zielhärte: HRC 62 – Höhere Austenitisierungstemperaturen können verwendet werden, um eine höhere Härte zu erreichen, bei einer leichten Abnahme der Schlagfestigkeit. Die niedrigeren Austenitisierungstemperaturen bieten die beste Schlagzähigkeit.

Reaktion auf Wärmebehandlung

Härte HRC
Austenitisierungstemperatur

Anlass­tempera­tur1010°C (1850°F)1066°C (1950°F)1120°C (2050°F)
Mindestzeit bei Austenitisierungs­temperatur45 Minuten30 Minuten20 Minuten
wie geglüht63 – 6563 – 6562 – 64
480°C (900°F)61 – 6362 – 6461 – 63
510°C (950°F)61 – 6362 – 6464 – 66
540°C (1000°F)57 – 5960 –6263 – 65
550°C (1025°F)56 – 5858 – 6061 – 63
665°C (1050°F)54 – 5655 – 5759 – 61

Die Ergebnisse können je nach Härteverfahren und Abschnittsgröße variieren. Eine Salz- oder Ölabschreckung sorgt für eine maximale Reaktion. Vakuum- oder Atmosphärenkühlung kann bis zu 1-2 HRC-Punkte niedriger sein.

Oberflächenbehandlungen

Aufgrund seiner hohen Anlasstemperaturen 482 – 566°C (900 – 1050°F) ist CPM CRU-WEAR für Nitrieren, PVD-Beschichtung oder ähnliche Oberflächenbehandlungen geeignet. Er behält seine Härte auch nach solchen Prozessen und ist somit ein besser geeignetes Substrat als D2.
ANMERKUNG: CVD-Beschichtungsprozesse werden im Allgemeinen bei Temperaturen durchgeführt, die die kritische Temperatur überschreiten und zu nicht vorhersehbarem Maßverzug führen können.

Hinweis: Die in diesem Datenblatt angegebenen Eigenschaften sind typische Werte. Normale Schwankungen in Chemie, Größe und Wärmebehandlungsbedingungen können zu Abweichungen von diesen Werten führen.

Mehr zu CPM CRU-WEAR:

Leitfaden Messerstahl

Welcher Messerstahl ist der richtige für mich? – hier.

Tabellarische Übersicht Messerstahl

Referenztabelle Messerstahl – hier.

Noch mehr zu CPM CRU-WEAR

Outdoormesser.net nach „CRU-WEAR“ durchsuchen – hier.

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